Bildung muss für alle zugänglich sein!
Ein gutes Bildungswesen ist das wichtigste Kapital einer demokratischen Gesellschaft. Bildung muss ungeachtet von Herkunft und Finanzkraft allen offen stehen. Österreich ist in eine Bildungskrise geraten, die immer akuter wird. Es fehlen Ressourcen vom Kindergarten bis zu den Universitäten, und die zu frühe Trennung 10-jähriger Kinder in Hauptschule und Gymnasien schränkt Bildungswege ein, anstatt zu fördern.
Wir fordern, dass die Stadt Wien sowohl ihren Einfluss als wichtiges Bundesland geltend macht, als auch im eigenen Bereich eine Bildungsoffensive unternimmt:
- Die Stadt Wien soll sich massiv für eine gemeinsame Schule der 10- bis 14-jährigen einsetzen. Möglicherweise ist der Weg über die „Neue Mittelschule“ dafür eine gangbare Option. Selbstverständlich sollen innerhalb des gemeinsamen Schultyps Spezialisierungen einzelner Schulen möglich sein (wie Schwerpunkte auf bestimmten Fächern oder die Anwendung bestimmter pädagogische Programme), und ist Vielfalt des Angebots innerhalb des gemeinsamen Rahmens ausdrücklich erwünscht!
- Bildung beginnt nicht erst in der Schule, schon im Kindergarten werden wichtige Kompetenzen erworben. Wien hat dringend das – derzeit viel zu geringe – Angebot an Kindergartenplätzen auszubauen. Bereits im Kindergarten ist auf die sprachliche Entwicklung des Kindes zu achten (sowohl in deutscher Sprache als auch gegebenenfalls in seiner nicht-deutschen Muttersprache!).
- Schule soll nicht nur den Fächerkanon lehren, sondern muss auch soziale Kompetenzen vermitteln. Wir fordern einen Ausbau von Programmen zur Gewaltprävention, interkulturellen Begegnung und kreativen Freizeitgestaltung. Weiters müssen die Schulen Wiens ausreichend mit psychologisch geschultem Betreuungspersonal und SozialarbeiterInnen versorgt werden.
- Die Qualität von Schulgebäuden wirkt sich auf die Qualität des Lernens aus. Wien hat auf eine gute räumliche Gestaltung seiner Schulgebäude zu achten. (Klassen in Containern sollten keinesfalls notwendig sein!)

