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Aktuelle Themen - Oberösterreich
Redaktion
05.07.2011

RÜBIG DRÜCKT SICH BEI ATOMKRAFT UM KLARE STELLUNGNAHME

Kritische Fragen zur Atomkraft-Linie der ÖVP, gestellt von Peter Gengler:

In einer Gratiszeitung erschien kürzlich eine ganzseitige Anzeige des Welser EU-Abgeordneten Paul Rübig zur Energiepolitik . Über einem Absatz prangte die Überschrift "Klares Nein zum Atomstrom", aber in den Zeilen darunter sprach sich Rübig nur gegen "gefährliche" Atomkraftwerke aus.

Ohne Angabe, welche gefährlich und welche nicht gefährlich seien.

Daher bat ich Rübig mit mail von Sonntag Abend um eine Klarstellung. Die Antwort wäre eigentlich einfach gewesen: Ja, ich bin gegen alle Atomkraftwerke oder Nein, ich bin nur gegen manche Atomkraftwerke.

Bis heute Dienstag Mittag habe ich keine Antwort erhalten und rief daher um ca. 13:00 in seinem Welser Büro (Tel. 47135-2800) an. Dort erklärte mir Christine Meier, daß sie gerade beabsichtigt hätte, mir ein Antwort-mail zu schreiben (na so ein Zufall). Natürlich sei Rübig gegen die Atomkraft, wo sich die Österreicher doch gegen die Atomkraft ausgesprochen haben. Aber nun müsse Sie mir das nicht mehr schreiben, da sie es mir ja am Telefon gesagt habe.

Ich bestand allerdings auf einer schriftlichen Ausfertigung. In dieser fehlte allerdings das klare Nein zum Atomstrom (siehe Beilage). Daß man in Österreich einer Volksabstimmung zufolge keine Atomkraftwerke bauen kann, ist ein alter Hut. Uns interessiert ja, was die österreichischen EU-Abgeordneten zur Entwicklung der Atomkraft im Rest von Europa sagen.

Knallige Überschriften, wo dann im "Kleingedruckten" ganz etwas anderes steht, lehnen wir jedenfalls als "Bauernfängerei" ab. Seriöse Politik sieht anders aus.